Ausbildungsgipfel der AHK in Madrid
Am 15. Oktober 2026 hat die Deutsche Handelskammer für Spanien (AHK Spanien) in Madrid den „Cumbre FP Dual” veranstaltet. Das Motto: „Berufsausbildung: Generationen, Unternehmen und die Zukunft miteinander verbinden”. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Auszubildende kamen zusammen, um die Chancen und Herausforderungen der dualen Ausbildung zu diskutieren.
Für uns von der fedaEDU German Business School Barcelona war die Veranstaltung der ideale Anlass, die Vorteile der dualen Ausbildung zu unterstreichen, aber auch um in den direkten Austausch mit den Unternehmen zu treten.

Herausforderungen und Chancen der dualen Berufsausbildung in Spanien
Drei Perspektiven an einem Tisch
Die Veranstaltung betrachtete das Thema der dualen Ausbildung aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln:
- Unternehmen und der Bedarf an Fachkräften sowie die Erfahrungen aus der Praxis
- Bildungseinrichtungen und die Anpassung an das neue spanische Berufsbildungsgesetz sowie strukturelle Herausforderungen
- Auszubildende und ihre Erwartungen, ihre Motivation und ihr Blick auf die Berufsbildung
Fachkräftemangel als große Herausforderungen
Der Fachkräftemangel ist längst keine Zukunft mehr. Viele Unternehmen in Spanien merken schon heute, wie schwer es ist, qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Dieser Mangel ist nicht nur ein bestehendes Problem, sondern auch ein Weckruf für die Unternehmen. Die duale Ausbildung gilt dabei als ein wichtiger Teil der Lösung. Gleichzeitig gibt es noch Hürden, etwa das Image der Berufsausbildung, die praktische Umsetzung und die Frage, wie man die jüngere Generation erreicht.
Duale Ausbildung als strategisches Instrument
Ziel der Veranstaltung war es, hervorzuheben, wie wichtig es für Unternehmen ist, eigene Fachkräfte auszubilden. Außerdem sollte die deutsche duale Ausbildung mit AHK-Zertifizierung als strategisches Instrument für Unternehmen vorgestellt werden, um noch mehr Betriebe für das Modell zu gewinnen. Weitere Themen, die diskutiert wurden, waren die Kluft zwischen den Generationen, die Attraktivität der Berufsbildung und die Frage, welchen Wert die duale Ausbildung in einer Welt hat, in der künstliche Intelligenz immer wichtiger wird.
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Der Auftakt: Begrüßung und erste Impulse

Mischa Groh begrüßt Vertreter aus Politik, Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Auszubildende.
Die Veranstaltung startete um 11 Uhr mit der offiziellen Begrüßung. Mischa Groh, Geschäftsführer der Deutschen Handelskammer für Spanien machte gleich zu Beginn deutlich: Die duale Ausbildung ist mehr als ein Bildungsmodell. Sie ist ein Werkzeug, um Talente zu gewinnen und zu entwickeln.
Sebastian Petzold, Referent für Beschäftigung, Berufsbildung, Soziales und Gesundheit an der Deutschen Botschaft in Spanien hatte eine ähnliche Perspektive. Aus seiner Sicht bringe die duale Ausbildung den Bedarf der Unternehmen und das Bildungsangebot besser zusammen und sei zugleich ein Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Zukunft.
Veränderung und Aufgaben der dualen Berufsausbildung
Lydia Berrocoso Rufo vom spanischen Ministerium für Bildung, Berufsbildung und Sport beschrieb, wie sich die spanische Berufsausbildung in den letzten Jahren strukturell verändert hat. Das deutsche Modell diente dabei als Vorbild. Als größte anstehende Aufgaben nannte sie: die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen zu erleichtern, organisatorische und bürokratische Hürden abzubauen und die Qualität der praktischen Ausbildung durch klare Ausbildungspläne, Begleitung und gut vorbereitete Ausbilderinnen und Ausbilder zu sichern.
Ein Perspektivwechsel für Unternehmen
Juan Diego Pérez Mata, Vorsitzender des dualen Ausbildungsrats der AHK und Vertreter von Siemens, forderte einen Perspektivwechsel. Wer qualifizierte Fachkräfte sucht, sollte nicht nur auf fertig ausgebildete Talente warten, sondern selbst aktiv an ihrer Entwicklung mitwirken, denn bei der dualen Ausbildung profitieren beide Seiten voneinander: Auch die jungen Menschen bringen neue Ideen und Sichtweisen in die Unternehmen mit.
Das deutsche Modell der dualen Berufsausbildung: fedaEDU und die AHK-Zertifizierung

Die erste Podiumsdiskussion dreht sich um die duale Ausbildung in Spanien.
Das erste Podium, moderiert von Mischa Groh, drehte sich um die deutsche duale Ausbildung in Spanien und die Zertifizierung durch die AHK. Im Fokus standen die Erfahrungen der deutschen Auslandsschulen feda Madrid und der fedaEDU German Business School Barcelona. Kirsten Sánchez und Birgit Zondler aus unserem Vorstand vertraten die fedaEDU Barcelona in der Diskussionsrunde.
Perspektiven aus dem Vorstand der fedaEDU Barcelona
Kirsten Sánchez Marín, Vorsitzende von fedaEDU und Finanzdirektorin bei Henkel Ibérica, betonte, wie wichtig es ist, die Ausbildungspläne an den Bedarf der Unternehmen anzupassen. Ebenso wichtig sei es, dass Auszubildende und Betriebe gut zusammenpassen. Außerdem hob sie die Bedeutung internationaler Weiterbildung hervorhob, um Fachkräfte auf die Anforderungen des europäischen Arbeitsmarktes vorzubereiten.
Birgit Zondler, Vorstandsmitglied der fedaEDU Barcelona, Geschäftsführerin von GEZE Iberia und Vizepräsidentin der Handelskammer, unterstrich die Notwendigkeit von Unternehmen, ihre eigenen Fachkräfte weiterzubilden, um ihre Wettbewerbsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit zu stärken.
Weitere Themen, die diskutiert wurden, waren die bessere Anerkennung und Gleichstellung der Abschlüsse, mehr Attraktivität bei jungen Menschen und deren Familien sowie mehr berufliche Mobilität in Europa.
Das 2+1-Modell als Brücke zwischen den Systemen
Nach einer Kaffeepause ging es weiter mit dem zweiten Podium, moderiert von Tanja Nause, der Leiterin der Abteilung Berufsbildung der AHK. Thema des Gesprächs war das 2+1-Modell bei der auf zwei Jahre regulärer spanischer Berufsbildung ein drittes Jahr der Spezialisierung folgt. Dadurch verbinden sich die Elemente des deutschen dualen Modells mit dem spanischen System.
Ausbildung ist immer eine Investition in die Zukunft
Zum Abschluss sprach Stéphane de Creisquer, CEO von MAN Truck & Bus Iberia und Vorstandsmitglied der Handelskammer. Unternehmen haben seiner Ansicht nach nicht nur die Aufgabe, Talente zu finden, sondern sie auch aktiv auszubilden und in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu fördern. Ausbildung sei eine Investition und keine Ausgabe, denn fehlende Fachkräfte können das Wachstum eines Unternehmens ausbremsen. Er machte außerdem klar, dass es keine Einheitslösung gibt, sondern verschiedene Modelle, die zu den unterschiedlichen Bedürfnissen der Unternehmen passen.
Themeninseln und Networking
Neben den Podiumsdiskussionen gab es mehrere Themeninseln, um ins Gespräch zu kommen. Eine davon widmete sich der deutschen dualen Ausbildung der fedaEDU Barcelona und der FEDA Madrid. Weitere Tische behandelten die 2+1-Modelle, die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen mit DAAD und der Deutschen Botschaft sowie ganz praktische Fragen: Wie finde ich geeignete Kandidatinnen und Kandidaten? Was braucht ein Ausbilder im Unternehmen? Und was steht eigentlich in einem Ausbildungsplan?

Austausch an den unterschiedlichen Themeninseln.
Fazit des 1. Gipfeltreffens zur dualen Berufsausbildung 2026
Der Ausbildungsgipfel in Madrid hat gezeigt: Die duale Ausbildung ist in Spanien auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun. Das Image muss besser werden, Unternehmen brauchen Unterstützung, und junge Menschen müssen die Möglichkeiten der dualen Berufsausbildung anerkennen. Unser Ziel ist, das Unternehmen echte Lernorte werden, in denen junge Menschen und Organisationen gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren und alle Beteiligten eng zusammenarbeiten.
Duale Ausbildung an der fedaEDU in Barcelona
Der Austausch bestätigt unser langjähriges Konzept: Die Kombination aus Theorie und Praxis bereitet junge Menschen optimal auf die Anforderungen des internationalen Arbeitsmarkts vor. Ob mit der dualen Berufsausbildung oder dem ausbildungsintegrierten Studium „International Business“ in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn.
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