Drei Wochen in Deutschland – lernen, arbeiten und neue Perspektiven entdecken

Erasmus+ zeigt eindrucksvoll, wie Neugier, Mut und Teamgeist neue Wege eröffnen und Perspektiven verändern können. Für unsere Schüler*innen bedeutet das Programm weit mehr als nur eine Reise ins Ausland: Es ist eine Erfahrung, die Horizonte erweitert, Selbstvertrauen stärkt und neue berufliche Möglichkeiten eröffnet. 

Bereits zum zweiten Mal durften unsere Auszubildenden der Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau und Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung dank des Erasmus+-Programms nach Deutschland reisen. Drei intensive Wochen boten ihnen die Möglichkeit, neue Orte zu entdecken, internationale Arbeitswelten kennenzulernen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig konnten sie erleben, wie vielfältig Europa ist und wie wichtig Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg sein kann. 

Was sie mit nach Barcelona zurückbringen, ist weit mehr als ein Praktikumsbericht: neue Ideen, internationale Kontakte, gewachsenes

gruppe von fp dual studenten der fedaedu business school aus barcelona während ihres erasmus aufenthalts in deutschland

 Selbstvertrauen und ein tieferes Verständnis für unterschiedliche Arbeits- und Lebensweisen. 

Erasmus + – Neue Perspektiven, neue Horizonte.

Vorbereitung auf die Mobilität 

Damit die Mobilität erfolgreich verlaufen konnte, wurden die Schüler*innen intensiv vorbereitet. Nach einem Bewerbungsverfahren, bei dem Motivation, Engagement und persönliche Ziele eine wichtige Rolle spielten, begann die organisatorische Planung des Aufenthalts. 

Praktikumsplätze wurden recherchiert und mit Unternehmen abgestimmt, Unterkünfte organisiert und Flüge gebucht. Gleichzeitig nahmen die Teilnehmer*innen an einem Vorbereitungsseminar teil, in dem sie sich mit interkultureller Kommunikation, Erwartungen an den deutschen Arbeitsalltag sowie organisatorischen Fragen des Aufenthalts beschäftigten. 

Ein wichtiger Bestandteil dieser Vorbereitung war auch die Reflexion eigener Ziele. Viele Schüler*innen formulierten persönliche Lernziele für ihre Mobilität – etwa die Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse, das Kennenlernen internationaler Unternehmensstrukturen oder die Entwicklung größerer Selbstständigkeit. 

Durch diese intensive Vorbereitung konnten sie mit klaren Erwartungen und einer guten Orientierung in ihr Erasmus+-Abenteuer starten. 

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Lernen vor Ort: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft 

erasmus studenten einer business school aus barcelona im bundestag in berlin während ihres studienaufenthalts in deutschland

Die erste Woche der Mobilität begann in Leipzig und war geprägt von Exkursionen und Begegnungen mit Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Bildung. Ziel dieser Programmpunkte war es, den Schüler*innen einen umfassenden Einblick in gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Strukturen Deutschlands zu ermöglichen. 

Berlin – Demokratie erleben 

Der erste Programmtag führte die Gruppe nach Berlin. Im Bundesrat erhielten die Schüler*innen

erasmus studenten einer business school aus barcelona vor dem brandenburger tor in berlin während ihres studienaufenthalts in deutschland

 Einblicke in politische Entscheidungsprozesse und die Rolle der Bundesländer im deutschen politischen System. Sie erfuhren, wie politische Entscheidungen entstehen und welche Bedeutung Kompromisse in demokratischen Prozessen haben. Anschließend besuchten sie den Bundestag.  

Die deutsche Teilung sowie die Ereignisse der Friedlichen Revolution von 1989 waren Begleiter durch die Stadt, sowohl durch den Besuch historischer Orte als persönliche Erfahrungen von      Menschen 

machten Geschichte und Demokratie für die Teilnehmer*innen besonders greifbar. 

Dresden – Wirtschaft und nachhaltige Stadtentwicklung 

Am zweiten Tag stand Dresden im Mittelpunkt des Programms. Die Schüler*innen erhielten Einblicke in wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel und nachhaltige Stadtplanung. 

Bei der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH erfuhren sie, wie Regionen Unternehmen unterstützen und Innovation fördern können. Themen wie internationale Investitionen, Standortentwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit standen dabei im Mittelpunkt. 

Im Neuen Rathaus diskutierten sie anschließend über nachhaltige Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung und die Herausforderungen moderner Städte. Diese Gespräche zeigten den Teilnehmer*innen, wie wichtig Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für die Zukunft von Städten und Regionen ist. 

Leipzig – Duale Berufsausbildung und globale Logistik erasmus studenten der fedaedu business school aus barcelona bei einem besuch in sachsen deutschland

Beim Besuch des Beruflichen Schulzentrums 1 Leipzig konnten die Schüler*innen einen regulären Unterrichtstag erleben und sich mit deutschen Auszubildenden austauschen. Dabei erhielten sie spannende Einblicke in das duale Ausbildungssystem Deutschlands, das eine enge Verbindung zwischen Schule und Betrieb ermöglicht. 

Ein weiteres Highlight war der Besuch des DHL Hub Leipzig. Dort konnten die Teilnehmer*innen die nächtlichen Logistikprozesse eines internationalen Drehkreuzes beobachten und erfahren, wie globale Lieferketten organisiert werden. 

Sie sahen, wie Pakete aus der ganzen Welt sortiert, verteilt und innerhalb kürzester Zeit weitertransportiert werden. Diese Einblicke machten deutlich, wie stark internationale Wirtschaft und moderne Logistik miteinander verbunden sind. 

Wirtschaft und Industrie hautnah erleben 

Weitere spannende Einblicke erhielten die Schüler*innen beim Besuch der RB Leipzig GmbH sowie bei Porsche Leipzig. 

Bei RB Leipzig erfuhren sie mehr über Marketing, Management und Organisation eines professionellen Fußballvereins. Besonders interessant war zu sehen, wie Sport, Wirtschaft und Medien miteinander verknüpft sind. 

Der Besuch bei Porsche Leipzig bot wiederum Einblicke in moderne industrielle Produktionsprozesse. Die Schüler*innen konnten beobachten, wie Fahrzeuge entstehen und wie innovative Technologien in der Automobilindustrie eingesetzt werden. 

Diese unterschiedlichen Perspektiven – von Politik über Bildung bis hin zur Industrie – halfen den Teilnehmer*innen, ein umfassendes Bild von Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland zu gewinnen. 

Zwei Wochen Praktikum in Deutschland 

fp studenten der fedaedu business school aus barcelona während ihrer ausbildung im rahmen eines erasmus programms in deutschland

In den folgenden zwei Wochen sammelten die Schüler*innen praktische Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen in Deutschland. Diese Phase bildete den zentralen Bestandteil der Erasmus+-Mobilität. 

Claudia absolvierte ihr Praktikum bei der Acito Logistics GmbH in Weil am Rhein. Dort unterstützte sie logistische Prozesse im internationalen Warenverkehr und erhielt Einblicke in die Organisation von Transportaufträgen sowie in Dispositionsabläufe innerhalb eines internationalen Logistikunternehmens. Besonders spannend war für sie zu sehen, wie komplexe Transportketten koordiniert werden und wie viele Schritte notwendig sind, damit Waren zuverlässig ihr Ziel erreichen. 

Laia arbeitete bei Mankiewicz Gebr. & Co. in Hamburg, einem international tätigen Unternehmen der Lack- und Beschichtungsindustrie. Während ihres Praktikums konnte sie verschiedene Abteilungen kennenlernen und an kaufmännischen sowie technischen Aufgaben mitarbeiten. Dabei erhielt sie unter anderem Einblicke in interne Prozesse, Kommunikation zwischen Abteilungen und organisatorische Abläufe im Unternehmen. In ihrem Blog beschreibt sie, wie interessant es war, die unterschiedlichen Bereiche eines großen Unternehmens kennenzulernen und aktiv an Arbeitsprozessen beteiligt zu sein.  

Pol absolvierte sein Praktikum bei der Allianz Deutschland AG in Leipzig. Dort begleitete er Auszubildende im Arbeitsalltag und erhielt Einblicke in verschiedene Abteilungen des Unternehmens. Außerdem nahm er an Veranstaltungen der Berufsausbildung teil und konnte erleben, wie Ausbildungsprogramme in einem internationalen Konzern organisiert sind. In seinem Erfahrungsbericht beschreibt er, wie besonders beeindruckend für ihn ein großes Unternehmensevent war, bei dem Mitarbeitende ausgezeichnet wurden und neue Ziele für das kommende Jahr vorgestellt wurden. Diese Einblicke halfen ihm, die Unternehmenskultur und die Bedeutung von Teamarbeit und Motivation in großen Organisationen besser zu verstehen.  

Jan sammelte Erfahrungen bei der Leuze electronic GmbH + Co. KG. Dort erhielt er Einblicke in industrielle Produktions- und Logistikprozesse und konnte beobachten, wie moderne Technologien und automatisierte Systeme in der industriellen Fertigung eingesetzt werden. In seinem Blog beschreibt er, wie interessant es war, den Zusammenhang zwischen Produktion, Logistik und internationalem Handel zu verstehen und dabei auch praktische Einblicke in die Arbeitsweise eines technologieorientierten Unternehmens zu erhalten.  

Henrina absolvierte ihr Praktikum bei der VTE Filter GmbH in Hamburg. Sie arbeitete unter anderem im Qualitätsmanagement und unterstützte verschiedene organisatorische Prozesse im Unternehmen. Während ihres Aufenthalts konnte sie mehrere Abteilungen kennenlernen und erhielt Einblicke in interne Abläufe, Dokumentationsprozesse und Qualitätskontrollen. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie, wie spannend es war, die unterschiedlichen Bereiche eines Unternehmens kennenzulernen und gleichzeitig den Arbeitsalltag in einer neuen Stadt zu erleben.  

erasmus studenten der fedaedu business school aus barcelona in der glaskuppel des reichstags in berlin

Alba arbeitete bei der GEZE GmbH in Leonberg im internationalen Sales- und Exportbereich. Dort unterstützte sie Aufgaben rund um Bestellungen, Materialverwaltung und organisatorische Prozesse im Vertrieb. Dabei arbeitete sie mit digitalen Werkzeugen wie SAP, Outlook und internen Unternehmenssystemen und konnte erleben, wie internationale Vertriebsprozesse organisiert werden. 

Für alle Teilnehmer*innen war diese Praktikumsphase eine besonders wertvolle Erfahrung. Sie konnten nicht nur neue fachliche Kompetenzen erwerben, sondern auch ihre Selbstständigkeit, ihre Kommunikationsfähigkeit und ihre interkulturelle Kompetenz weiterentwickeln. 

Gleichzeitig boten die Praktika die Möglichkeit, internationale Arbeitsstrukturen kennenzulernen und zu erleben, wie Zusammenarbeit in global tätigen Unternehmen funktioniert. Viele Schüler*innen berichteten, dass sie während dieser Zeit nicht nur beruflich viel gelernt haben, sondern auch persönlich gewachsen sind. 

Die Kombination aus praktischer Arbeit im Unternehmen, neuen kulturellen Eindrücken und dem Austausch mit Kolleg*innen vor Ort machte diese zwei Wochen zu einem der wichtigsten Bestandteile der gesamten Erasmus+-Mobilität. 

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Positive Rückmeldungen aus den Unternehmen 

Auch die beteiligten Unternehmen zogen eine sehr positive Bilanz. Die Schüler*innen wurden als zuverlässig, motiviert und engagiert beschrieben. Besonders hervorgehoben wurde, wie schnell sie sich in neue Teams integrieren konnten, ihre Lernbereitschaft, ihre Pünktlichkeit sowie ihr verantwortungsbewusster Umgang mit den ihnen übertragenen Aufgaben. 

erasmus studenten der fedaedu business school aus barcelona während eines besuchs in einer institution in berlin

Darüber hinaus arbeiteten die Schüler*innen mit professionellen digitalen Werkzeugen wie SAP, Microsoft Office oder unternehmensinternen Systemen und konnten so wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. 

Mehrere Unternehmen betonten außerdem, dass internationale Praktikant*innen neue Perspektiven in den Arbeitsalltag bringen und den interkulturellen Austausch innerhalb der Teams fördern. 

Reflexion und Transfer 

Nach ihrer Rückkehr reflektierten die Schüler*innen im Nachbereitungsseminar ihre Erfahrungen. Dabei wurde deutlich, dass sie nicht nur fachliche Einblicke in internationale Arbeitsprozesse gewonnen haben, sondern auch persönlich gewachsen sind. 

Viele berichteten von mehr Selbstständigkeit, größerem Verantwortungsbewusstsein und gestärktem Selbstvertrauen. Zudem konnten sie ihre Sprachkenntnisse vertiefen und ihre interkulturelle Kompetenz weiterentwickeln. 

Die Erasmus+-Mobilität hat damit nicht nur praktische Berufserfahrung vermittelt, sondern auch wichtige Kompetenzen für den weiteren Bildungs- und Berufsweg gestärkt. 

 

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